Curriculum Palliative Praxis (40 UE)

DGP zertifizierte multiprofessionelle Fortbildung für Pflege- und Betreuungskräfte, medizinisches Personal sowie Interessierte.

Interessiert an dieser Veranstaltung?

Die Veranstaltung im Detail

Referentin: Sabine Schramm
Examinierte Altenpflegerin, Palliative-Care-Fachkraft, Moderatorin Palliative Praxis©, Expertin MediAkupress®, Expertin palliative Aromapflege, Pain-nurse-Schmerzexpertin, Ethikbeauftragte im Gesundheits- und Sozialwesen, Fachkraft ambulante Hospizarbeit, Qigong-Lehrerin (DQGG)

Dieser Kurs richtet sich an alle, die privat oder beruflich in den Umgang mit schwer oder lebenszeitverkürzend erkrankten Patienten involviert sind – auch außerhalb der professionellen Pflegeberufe. Dazu gehört das soziale Umfeld der Betreffenden, aber auch Büro-, Küchen- oder Reinigungspersonal in ihrer Pflegeeinrichtung, Betreuungspersonal in Intensiv-WGs, Ehrenamtliche und/oder allgemein Interessierte an dem Thema.

Die Vermittlung des Konzepts „Palliative Praxis“ soll dazu beitragen, sich an den Bedürfnissen dieser Patienten zu orientieren, eigene Unsicherheiten im Umgang zu erkennen und zu beheben, und das entstandene wechselseitige Vertrauen zu sich selbst und zu den Patienten zu vertiefen.

Die praktisch gut umsetzbaren Kenntnisse der Palliativen Praxis durch das mit der Pflege eines Patienten betraute Umfeld (unabhängig von Berufsgruppen oder persönlichen Beziehungen) können dazu beitragen, unnötige Klinikeinweisungen zu vermeiden und die letzte Lebensphase mit für den Patienten individuell unterschiedlich wahrgenommener lebenswerter Lebenszeit zu füllen.

Im Rahmen der Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) werden in den vierzig Unterrichtseinheiten folgende Inhalte vermittelt:

Vorstellung des Konzepts „Palliative Praxis“:

Die Storyline-Methode – die Theorie:

  • Diese Methode lehrt, sich in den Patienten und in andere an der Pflege beteiligten Personen hineinzuversetzen, um eine Situation aus einer anderen Sichtweise zu betrachten. Dies dient der Vermeidung und Entschärfung von Missverständnissen und der Schaffung eines vertrauensvollen Umfelds.
  • Kern des Konzepts: die Biographie eines Menschen, durch deren Kenntnis u. a. der tägliche Umgang persönlicher gestaltet und das Schmerzempfinden eines Patienten bzw. sein Umgang mit seinen Beschwerden genauer eingeschätzt werden kann.

Die Storyline-Methode in der praktischen Umsetzung:

  • Die Teilnehmer entwickeln anhand einer fiktiven Geschichte die Situation einer sich verändernden Pflegesituation aus der jeweiligen Sicht und der sich daraus ergebenden möglichen Herausforderungen. Daraus erarbeiten sie sich selbst Möglichkeiten, darauf situationsbezogen angemessen zu reagieren.
  • Die fiktive Entwicklung der Personen findet über unterschiedliche Methoden statt, die durch eine eigens zertifizierte Moderation des Kurses professionell angeleitet wird.

Die Vorteile:

  • Die multiprofessionelle Ausrichtung des Konzepts ermöglicht Personen der unterschiedlichsten Berufsgruppen und aus dem persönlichen Umfeld des Palliativpatienten, die in den Umgang mit ihm involviert sind,
        • ihren individuellen Zugang in die Begleitung von Palliativpatienten zu finden, 
        • eigene Unsicherheiten zu benennen und zu klären,
        • ihr Einfühlungsvermögen zu schulen und individuell zu ihnen passende Lösungswege zu finden, 
        • gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und die Kommunikation zu verbessern,
        • ohne dazu eine professionelle pflegerische oder medizinische Ausbildung zu benötigen.
  • Die erworbenen Fähigkeiten helfen, behutsam die Lebenseinstellung eines Patienten und seine Wünsche zur letzten Lebensphase und dem eigenen Sterben zu erkunden und entsprechend mit ihm zu gestalten und zu planen.
  • Das Konzept erleichtert den Blick über den eigenen Tellerrand, das Sich-Einlassen auf die Situation und die Entwicklung einer eigenen Haltung zu den Bedürfnissen von Palliative Care.
  • Sowohl ein häusliches Umfeld als auch Pflegeinstitutionen profitieren von den Kenntnissen der Palliativen Praxis durch das Entstehen eines vertrauensvollen Umfelds, einer besseren Kommunikation etc. zum Wohle des Patienten und des eigenen.
  • Die erworbenen Fähigkeiten können der Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins, der Motivation und der Zufriedenheit beruflich wie privat zugutekommen.
  • Das Konzept eignet sich aufgrund der Biographiearbeit auch für die Schulung im Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten.
  • Der Kurs dient als Einstieg in eine Fachausbildung zur Palliative Care.
Ausbildungsdauer und -zeiten
Tägl. 09:00 – 16:30 Uhr
Kurs I – 2024
Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2024
Im Detail
Die Teilnehmerzahl ist auf 16 Personen begrenzt.
Inhouse-Schulungen bei Ihnen vor Ort auf Anfrage.
Kosten und Anmeldung
515,00 Euro
inkl. Kursmaterialien & Verpflegung.
Verbindliche Anmeldung bis jeweils 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn.
Bitte geben Sie die jeweilige Kursbezeichnung bei der Anmeldung an.

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