Mittwoch, 22. April 2026

Peter Nieland

Physiotherapeut, Dozent für Rehabilitation am Lebensende, Kursleiter für DGP zertifizierte multiprofessionelle Basiskurse, Fachbuchautor, Gründungsmitglied EAPC Therapeuten, Mitautor des Basiscurriculums Physiotherapie in Palliative Care und im Hospizwesen sowie zahlreicher Zeitschriften- und Buchartikel.

Träger des Ehrenpreises des Zentralverbandes deutscher Physiotherapeuten Stein der Weisen für seine Tätigkeit um die Physiotherapie in Palliative Care

Warum ich wurde, was ich bin

Ich konnte als junger Wehrpflichtiger in Pinneberg erleben, wie ein Kamerad des Sanitätsdienst uns betreute und sein Wirken erst die Leistungen ermöglichten die nötig waren. Das hat mich zu meinem Beruf als Physiotherapeut gebracht.

Wie ich wurde, was ich bin

Mit 26 Jahren erhielt ich im Malteser Krankenhaus Bonn als junger Therapeut die Leitung des Therapiezentrum. Die stationäre Versorgung aller 12 med. Fachabteilungen und einer eigenen therapeutischen Ambulanz war eine große Herausforderung. Auch die Entwicklung der  Zusammenarbeit mit drei Therapieschulen um Bonn.
Als die zweite Palliativstation in Deutschland mit Prof. Klaschik eröffnete war mir sofort klar, dies macht die Physiotherapie erst komplett rund. Damals noch von der Pädiatrie bis Geriatrie,  nun rund und vollumfänglich durch die Palliativmedizin und das Hospizwesen im PCT Team als therapeutische Berufsgruppe begleiten zu können.

Wie meine erste Begegnung mit Sterben und Tod für mich war und wie mich die Beschäftigung damit in meinem Leben beeinflusst

Ich musste als Kind erleben, wie meine Großmutter mütterlicherseits mit großen Schmerzen an Krebs gestorben ist. Der Arzt war damals nicht in der Lage ihr zu helfen. Später als junger Therapeut war die häufige und hilflose Aussage „Peter, da brauchst du nicht mehr hingehen, dein Patient wird nicht wieder„ eine andauernde Qual.
Mit intensiver Arbeit im DGP Vorstand und in der Sektion PEL der Palliativmedizin und im Hospizwesen konnte ich diese Qual für mich und den therapeutischen Berufsstand beenden. Und damit die multiprofessionelle Patienten- und Angehörigenversorgung in vielen Ländern verbessern helfen.

Die vielen spirituellen und fachlichen Dimensionen meiner therapeutischen Arbeit und der vielen nationalen und internationalen Begegnungen in Fort- Aus- und Weiterbildung hat mein Leben tief geprägt. Ich schaue dankbar auf mein ereignisreiches Leben und erfreue mich an jeden neuen Tag.